Heute ist der 04.04.2025

Musik als Mittel der Völkerverständigung. Das GTYO, das griechisch-türkische Jugendorchester, ist ein besonderes Projekt, um die Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland zu verbessern. Die beiden Staaten halten jeweils eine Hälfte der Insel Zypern besetzt und sind sich über die Zukunft der auch bei Touristen beliebten Insel seit langem uneins.

Das seit fünf Jahren bestehende Orchester setzt sich aus 80 jugendlichen Musikern beider Nationen zusammen und fördert viele hoffnungsvolle Talente. Derzeit gibt das GTYO unter der Schirmherrschaft des griechischen Konsulats von Izmir mehrere Konzerte in der Türkei. Zwei der Stars dieser musikalischen Veranstaltungen sind die griechischen Brüder Timotheos und Alexandros Petrin, die zu den neuen Idolen in der klassischen Musikszene zählen.

Die musikalische Leitung der Türkei-Konzerte übernimmt Fazil Orhun Orhon, der für seine Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Er betont, dass es Ziel des Orchesters sei, verschiedene Musiker unter dem Glauben an Freundschaft, Harmonie und der Musik als gemeinsame Sprache zu vereinen.

Die Verbesserung der Beziehung zwischen der Türkei und Griechenland wird von Politikern beider Länder als wichtiges Ziel ausgerufen, nicht zuletzt, um den Tourismus zu fördern. Die Visabestimmungen zur Einreise auf fünf griechische Inseln unweit der türkischen Küste sind zuletzt auf Probe erleichtert worden.

Mit einem bemerkenswerten Pilotprojekt, das Ende August startet, soll die Gewalt gegen Frauen in der Türkei weiter eingedämmt werden. In zunächst zwei Provinzen des Landes, in Bursa und Adana, werden so genannte „Panic Buttons“, zu Deutsch Panikknöpfe, verteilt. Diese sind an ein Call-Center-System angeschlossen. Das Projekt wird vom Ministerium für Familie und Soziales und vom Innenministerium betreut, die alle Kosten übernehmen.

Äußerlich sind die Panic Buttons völlig unauffällig als Schmuckstück, Handy oder Uhr getarnt. Sie werden über die lokalen Amtsgerichte an Frauen ausgegeben. In Zukunft sollen außerdem elektronische Überwachungsarmbänder für Männer die Sicherheitsmaßnahmen ergänzen. Das Call-Center-System leitet die Notrufe an die Polizei weiter. Zudem wird die bereits bestehende Notrufleitung zur Bekämpfung häuslicher Gewalt, bekannt als „Alo 183“, umstrukturiert und verbessert. Dazu wurde eine Vereinbarung mit dem Mobilfunkanbieter Turkcell geschlossen. Die Mitarbeiter der Notrufleitung sollen speziell geschult werden, um angemessen zu reagieren.

Wenn das Projekt glückt, könnten die Panic Buttons in etwa einem Jahr in der ganzen Türkei zum Einsatz kommen und für mehr Sicherheit auf den Straßen und im familiären Umfeld sorgen.

Kehrt die Formel 1 bald in die türkische Metropole Istanbul zurück? Formel-1-Cheffunktionär Bernie Ecclestone schürt diesbezüglich Hoffnungen und erklärt, dass sich die Formel-1-Teams immer sehr wohl in der Türkei gefühlt hätten.

Von 2005 bis 2011 startete die Königsklasse des Rennsports einmal pro Saison auf dem Otodrom im Istanbul Park, doch die hohen Ticketpreise und die etwas schwierigen Anreisebedingungen sorgten immer wieder für Diskussionen. Nachdem sich die Türkei und der Dachverband der Formel 1, die FOA, für das Jahr 2012 nicht über die Austragungsgebühr für das Rennen einigen konnten, wurde Istanbul aus dem Rennkalender gestrichen. Ecclestone ist jedoch der Ansicht, dass eine Lösung dieses Konflikts die Rückkehr der Formel 1 in die Türkei bedeuten könnte.

Freilich ist die Türkei nicht das einzige Land, das Interesse daran hat, wieder Teil des großen Formel-1-Zirkus zu sein, der so viele Fans aus aller Welt anlockt. Auch Frankreich, Belgien, England, Griechenland und Mexiko wollen Rennen austragen. Die vielen Bemühungen der Stadt Istanbul, sportliche Großereignisse in die Türkei zu holen, könnten sich aber letztlich auch in Bezug auf die Formel 1 auszahlen. Die Stadt am Bosporus blüht seit Jahren auf und verbessert ihre Infrastruktur, ihre Sicherheitsstandards und ihr Image stetig.


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